Wissenswertes über die Aroniabeere

V O R K O M M E N/H E R K U N F T

Die aus dem östlichen Nordamerika stammende, Aronia (Aronia melanocarpa) wird heute hauptsächlich in Skandinavien und in osteuropäischen Ländern angebaut, zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Kultivierung in Plantagen begonnen. In Deutschland ist die Aronia ein wenig bekannter Wildfruchtstrauch, der in einigen wenigen Gebieten angebaut wird.

 

B L Ü T E

Der Aroniastrauch blüht im Mai etwa zehn Tage lang, wobei die einzelne Blüte nur bis zu fünf Tage lang blüht. Die Blüten sind weiß und ähneln denen unserer Obstbäume. Sie verströmen einen ähnlich unangenehmen Geruch wie die der Eberesche. Bienen fliegen die Blüten jedoch an, weswegen die Aronia auch als Bienenweidepflanze dient.

 

Der einzigartige Geschmack des Aronia Direktsaft hängt auch vom richtigen Reifestadium unserer Apfelbeeren ab. Denn nur Reife Aroniabeeren haben den besten Geschmack und sind auch so vom Strauch in den Mund ein Genuss.

R E I F E

Die Frucht wird Ende August bis Anfangs September reif, und muß nach der Ernte relativ schnell verarbeitet werden. Bemerkenswert ist, dass die Pflanzen gegen Schädlinge und Krankheiten nahezu resistent sind und in der Regel nicht gespritzt oder anderweitig behandelt werden müssen, was zeigt dass sie ein hohes "Gesundheitspotential" besitzt. Die etwa ein bis zwei Meter hohe frostharte Pflanze ist selbstfruchtbar. Das bedeutet, dass zur Fruchtbildung eine einzelne Pflanze im Garten genügen würde.

 

Eine Beere mit vielen Anwendungen:
Die Aroniabeere, gehört zu den Rosengewächsen (Rosaceae). Sie hat einen hohen Gerbstoff- und Pektingehalt. Pektine sind besonders Magen- und Darmwirksam. Aufgrund des Tannins bezogenen Gerbsäuregehaltes schmecken die Aroniabeeren herb-süßsäuerlich und wirken zusammenziehend (adstringend), weshalb sie nicht unbedingt für den direkten Verzehr geeignet sind. Der frische Saft riecht leicht bittermandelartig und ist herb-aromatisch.

Der intensiv färbende pflanzliche Farbstoff wird auch als Lebensmittelfarbstoff genutzt. Selbst in vielfacher Verdünnung erzeugt er noch eine intensive dunkelrote Färbung.

Die Aroniabeeren werden neben der Safterzeugung, zu Konfitüren, Gelees und Kompott verarbeitet, bei Zusatz zu Erdbeermarmeladen intensivieren und stabilisieren sie deren roten Farbton. Die durchpassierten Beeren eignen sich gut als Fruchtsoße zu Wildgerichten.